Gedenkstätte Flossenbürg 2024

„Nie wieder ist jetzt!“ – die 91-jährige Eva Szepesi, selbst Überlebende des Holocaust, fand bei der Gedenkstunde zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz deutliche Worte im deutschen Bundestag. Der Slogan ist ebenso allgegenwärtig bei den zahlreichen Demonstrationen, die zur Zeit überall stattfinden und auch vor einer Wiederholung der Geschichte warnen.

Das Erinnern dieser Geschichte ist ein zentrales Anliegen der Gedenkstätte Flossenbürg. In dem kleinen Ort an der tschechischen Grenze wurde 1938 ein neues Konzentrationslager errichtet. Im dortigen Steinbruch – der Granit wurde für Prestigebauten des Naziregimes und Straßenarbeiten verwendet – mussten die Häftlinge unter elenden Bedingungen arbeiten. Durch die schwere Arbeit und Misshandlungen der SS-Aufseher und Kapos verloren in dieser Zeit ca. 30.000 Menschen ihr Leben.

Die 8. und 9. Klasse der Mittelschule Pressath besuchten mit ihren Lehrkräften und Yvonne Walter das ehemalige Lager, damit die schrecklichen Ereignisse, die sich beinahe vor der Haustür abspielten, nicht in Vergessenheit geraten.

In zwei Gruppen aufgeteilt, besichtigten die Schüler unter anderem den Appellplatz, in dem die Häftlinge bei stundenlang beim Durchzählen stehen mussten und teils schwer misshandelt wurden. Die Führung endete am „Tal des Todes“. Hier wurden die Leichen im Krematorium verbrannt, der dort installierte Ofen war ursprünglich für die Müllverbrennung konstruiert worden.

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