Das „Deutsch-Deutsche Museum“ in Mödlareuth

Geschichte hautnah erleben konnten die Acht- und Neuntklässler der Mittelschule am 1. Dezember 2017 im „Deutsch-Deutschen Museum“ in Mödlareuth. Das 50-Einwohner-Dorf an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen war auch als „Little Berlin“ bekannt, weil es bis 1989 durch eine drei Meter hohe Mauer geteilt war. 

Außerschulische Lernorte wie Mödlareuth stehen bei Schülern und Lehrern hoch im Kurs, denn hier können durch die direkte Begegnung tatsächlich alle Sinne angesprochen werden. 

Durch Internet-Recherchen und Fachliteratur hatten sich die beiden Klassen auf den Besuch vorbereitet, vor Ort wurden sie dann mit einem Vortrag auf das Thema eingestimmt. Anhand des Grenzstreifens mit Wachttürmen, Stacheldraht, Panzersperren und Tretminen wurde eindringlich deutlich, was die Teilung Deutschlands für die Menschen bedeutete. Besonders tiefen Eindruck hinterließ die Geschichte von zwei Brüdern, die 60 Kilometer Umweg in Kauf nehmen mussten, wenn sie sich zum Essen treffen wollten. 

Viele erkannten Parallelen zur Gegenwart, wo Mauern zwischen den USA und Mexiko oder auch wieder in Europa die Probleme der Welt lösen sollen.

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